Wachsjacken

Kartuschenkocher fürs Campen

Gaskartuschenkocher stellen gerade für den mobilen Einsatz eine einfache Möglichkeit dar, eine Mahlzeit komfortabel zuzubereiten. Dabei ist aber Gaskocher nicht gleich Gaskocher. Wir helfen Ihnen bei der Auswahl des richtigen Gerätes.

Gas und Kartuschenbauformen

Bei den meisten namhaften Herstellern herrscht Einigkeit über den Brennstoff. Ein Gemisch aus Propan (30%) und Butan (70%) angeboten wird fast immer angeboten. Eine wichtige Entscheidung ist aber die Bauform der Kartusche und des Anschlusses. Man unterscheidet hier zwischen Stechkartuschen, Schraubkartuschen und Bajonettkartuschen. Als „Faustregel“ gilt: im französischsprachigem Raum erhält man fast immer Stechkartuschen, selten auch Bajonettkartuschen. Hingegen im englischsprachigen Raum sind häufig Schraubkartuschen bekommt man häufig Schraubkartuschen.

Stechkartuschen sind günstig im Preis und werden durch einen, im Kocher integrierten Dorn geöffnet. Dort muss die Kartusche verbleiben, bis sie komplett aufgebraucht ist. Meistens sind Kartuschen mit 220g Gas erhältlich. Verschiedene Größen lassen sich bauartbedingt nicht realisieren. Schraubkartuschen und Bajonettkartuschen bieten ein integriertes Rückhalteventil, so dass man problemlos die Kartusche vom Kocher wieder lösen kann. Somit können verschiedene Kartuschengrössen verwendet werden. Außerdem ist es möglich, eine Kartusche für mehrere Geräte wie z.B. auch für Gaslaternen zu verwenden. Gängige Größen sind hier 125g, 250g und 450g pro Kartusche. Durch das Ventil kosten die Kartuschen mehr, als die Stechkartuschen. Abhilfe schafft hier aber ein Adapter von Stechkartuschen auf das Schraubsystem.

Kocherbauarten

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Aufsatzkochern und externen Kochern. Bei Aufsatzkochern steht der Kocher direkt über der Kartusche. Dazwischen befindet sich ein Gasmengenregler. Oft werden diese Kocher auch mit Piezozünder verkauft, was den Start sehr angenehm gestaltet. Die leichtesten Modelle wiegen hier ca. 70g. Externe Kocher stehen dagegen in der Regel flach auf dem Boden mit einem externen Gasschlauch. Flach stehende Kocher stehen meist fester am Boden, als Aufsatzkocher. Das verringert das Risiko, dass eine Pfanne mit dem Kocher zusammen umkippt. Externe Kocher sind mit Schraub- oder Bajonettverschluss zu betreiben.
Entscheidend auch ist die Größe des Brennkranzes. Je größer der Kranz, desto gleichmäßiger ist die Erwärmung des Topfes oder der Pfanne.

Gasverbrauch

Oft vernachlässigt wird das Berechnen des Gasverbrauches. Da Gaskartuschen in Flugzeugen nicht mitgenommen werden können, sollte sichergestellt werden, dass die nötige Menge an Kartuschen vor Ort erhältlich ist. Hersteller geben meistens den Gasverbrauch in Gramm/Stunde an. So sollte vorab die Zeit für Morgenkaffee, Mittagessen und Abendtee gemessen und hochgerechnet werden. Nicht zu vernachlässigen ist hier auch die Benutzung von Deckel und Windschutz. Damit lassen sich oftmals 20-30% Gas einsparen.