Jagdlederhosen - robust und strapazierfähig
Lederhosen für die Jagd
Schon längst werden klassische Jagdlederhosen nicht mehr nur von Jägern oder Förstern getragen. Auch bei Outdoorfans, Hundesportlern oder Pfadfindern erfreuen sich die unverwüstlichen Hosen zunehmender Beliebtheit. Neben einer außergewöhnlich hohen Strapazierbarkeit bringen gute Jagdlederhosen noch die Vorzüge der Reißfestigkeit und Farbbeständigkeit mit, sind wasserabweisend und maschinenwaschbar. Wobei Jagdlederhosen zunächst so gepflegt werden, wie andere Lederartikel auch: ein feuchtes Tuch zum Entfernen von Verschmutzungen ist zunächst ausreichend.
Gewaschen werden sollte Leder so selten wie möglich. Wenn die Hose dann „reif“ für die Maschinenwäsche ist und dort im Lederprogramm (oder, falls nicht vorhanden, bei maximal 30 Grad, besser kalt) und mit einem speziellen Lederwaschmittel (herkömmliche Waschmittel können das Leder hart machen) gewaschen wurde, gibt es noch ein paar alte Jäger-Tricks, um die Hose wieder in Form zu bekommen. Hierbei wird die noch nasse Hose in einen Eimer mit Wasser gelegt, in den man einen Schuss Olivenöl gibt. Per Hand knetet man die Hose in der Wasser-Öl-Mischung durch. Auch während des Trockenvorganges sollte die Hose immer wieder per Hand geknetet werden, damit sie wieder weich wird. Bei Wild- bzw. Rauleder (Nubukleder) sollte auf jedes Experiment verzichtet werden - die Hose gehört in eine professionelle, beispielsweise auf Reithosen spezialisierte, Reinigung.
Im Idealfall ist eine Jagd Lederhose aber ohnehin aus Glattleder gefertigt. Hierbei hat sich Büffelleder bewährt. Viele Jäger berichten aus der Praxis, dass eine hirschlederne Jagdhose zwar sehr fein ist, aber einerseits bedeutend teurer und andererseits weitaus weniger belastbar. Und da mit einer Jagdlederhose sprichwörtlich durch „dich und dünn“ gegangen wird (z.B. bei der Nachtsuche), ist die Strapazierfähigkeit - und dazu zählt auch die Dehnbarkeit - des Leders das A und O bei der Auswahl.
Ihr Schnitt einer Jagdlederhose sollte bequem sein, sodass gegebenenfalls noch eine lange Unterhose darunter getragen werden kann. Auch ist zu beachten, dass eine Lederhose ein Leben lang hält bzw. halten sollte. Da der Mensch dazu neigt, im Laufe seines Lebens kräftiger zu werden, investieren viele lieber in eine Hose, die eine Nummer größer ausfällt. Sitzt die Jagdlederhose schon beim Kauf knapp, kann davon ausgegangen werden, dass man ihr bald „entwachsen“ ist.
Viele Jagdlederhosen im klassischen 5-Pocket-Jeans-Schnitt sind mit Nietentaschen ausgestattet. Obwohl diese sehr praktisch sein können, sind sie bei manchem Profi unerwünscht, da sie beispielsweise das empfindliche Equipment zerkratzen könnten. Für diese Anforderungen gibt es sogenannte „Only Leather“-Jagdhosen, die ohne Nieten an den Taschen gefertigt sind. Gute Jagdlederhosen sind für alle Jahreszeiten tauglich. Im Winter werden sie mit einem passenden, einknöpfbaren Fleece-Innenfuttter versehen. Hat man sich bei der Jagdlederhose für ein bestimmtes Modell eines Herstellers entschieden, ist darauf zu achten, dass die Fleece-Innenhose mit dem Modell kombinierbar ist. Für den Übergang empfiehlt sich ein einknöpfbares Baumwollfutter. Dies bietet sich auch aus hygienischen Gründen an. Wer in ein zweites Wechselfutter investiert, kann die Hose fast jeden Tag tragen, ohne dass sie allzu oft in die Waschmaschine müsste.
Extras bei Jagdlederhosen gibt es für jedes Bedürfnis. Ob zusätzliche Messertasche, Cargotasche, Innentasche - je nachdem, was der Träger benötigt, bieten die Hersteller viele über den 5-Pocket-Schnitt hinausgehende Modelle an. Allen gemeinsam sollte sein, dass sie auf die vordere Knienaht verzichten, um das Niederknien zu erleichtern. Die klassischen Farben des Jagdlederhose sind Schwarz oder Dunkelbraun.
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